top of page
Dominik_Steiner_Politiker_Politik_Schweiz_Landrat_Rathaus_Stans_Nidwalden_FDP_logo.png

Leserbriefe

Solide Kantonsfinanzen – auch mit der beschlossenen Steuergesetzrevision 2026

2026

Steuergesetzrevision 2026: Fakten zur Finanzlage des Kantons Nidwalden

Die Diskussion über die Steuergesetzrevision 2026 wird bereits im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen 2026 intensiv geführt. Kritische Stimmen (Grüne/SP) warnen vor Mindereinnahmen und möglichen Risiken für die Kantonsfinanzen. Eine sachliche Betrachtung der Finanzentwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch ein differenzierteres Bild.

Zehn Jahre stabile Entwicklung der Steuererträge!
Die Steuererträge des Kantons Nidwalden haben sich in den letzten zehn Jahren deutlich positiv entwickelt. Gemäss Staatsrechnungen und kantonaler Finanzstatistik stiegen die gesamten Steuererträge von rund 170 Millionen Franken im Jahr 2015 auf über 220 Millionen Franken in den letzten Jahren. Das entspricht einem Wachstum von rund 30 Prozent innerhalb eines Jahrzehnts.

Den grössten Anteil daran haben die Einkommenssteuern natürlicher Personen, die kontinuierlich gewachsen sind. Gründe dafür sind eine stabile wirtschaftliche Entwicklung, steigende Einkommen sowie Bevölkerungswachstum. Auch die Vermögenssteuern haben aufgrund steigender Vermögenswerte und Immobilienpreise zugenommen. Die Steuern juristischer Personen zeigen zwar stärkere konjunkturelle Schwankungen, tragen aber ebenfalls zu einer insgesamt stabilen Einnahmenbasis bei.

Diese Entwicklung zeigt: Nidwalden verfügt über eine breit abgestützte und robuste Steuerbasis.

Staatsrechnung 2025 bestätigt die solide Ausgangslage
Auch die aktuelle Staatsrechnung bestätigt diese Entwicklung. Für das Jahr 2025 wurde ursprünglich ein kleines Defizit erwartet. Tatsächlich resultierte jedoch ein Überschuss von rund 3,2 Millionen Franken. Als Hauptgrund nennt die Regierung höhere Steuereinnahmen als prognostiziert. Solche Abweichungen sind in der Finanzplanung nicht ungewöhnlich. Sie zeigen aber, dass die wirtschaftliche Dynamik im Kanton weiterhin intakt ist und die Steuerbasis stabil bleibt.

Die Grössenordnung der Steuergesetzrevision
Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick auf die tatsächliche Grössenordnung der geplanten Steuergesetzrevision. Die im Landrat beschlossene Variante führt gemäss Berechnungen zu Mindereinnahmen von rund drei bis vier Millionen Franken pro Jahr. Bei jährlichen Steuererträgen von über 220 Millionen Franken entspricht dies ungefähr ein bis zwei Prozent der gesamten Einnahmen.

Diese Grössenordnung ist aus finanzpolitischer Sicht eine moderate Anpassung, keine strukturelle Veränderung der Finanzlage des Kantons.

Standortpolitik und finanzielle Stabilität
Nidwalden gehört seit Jahren zu den Kantonen mit einer stabilen Finanzpolitik. Diese Stabilität ist nicht zufällig entstanden, sondern das Ergebnis einer langfristig verlässlichen Steuer- und Finanzpolitik. Attraktive Rahmenbedingungen für Bevölkerung und Wirtschaft tragen dazu bei, dass Arbeitsplätze entstehen, Unternehmen investieren und qualifizierte Fachkräfte zuziehen. Genau diese Dynamik bildet letztlich die Grundlage für stabile Steuererträge und ermöglicht Investitionen in Bildung, Infrastruktur und öffentliche Leistungen.

Eine massvolle steuerliche Entlastung steht deshalb nicht im Widerspruch zu einer verantwortungsvollen Finanzpolitik – im Gegenteil: Sie ist Teil einer langfristigen Standortstrategie.

Eine Frage der politischen Perspektive
Die Zahlen zeigen klar: Die finanzielle Tragbarkeit der Steuergesetzrevision ist gegeben. Die Entwicklung der Steuererträge und der aktuelle Rechnungsabschluss belegen eine stabile Ausgangslage. Der politische Streit dreht sich daher weniger um die finanzielle Möglichkeit, sondern vielmehr um eine grundsätzliche Frage der Steuerpolitik: "Welche steuerpolitische Strategie soll Nidwalden langfristig verfolgen?"

Eine Politik, die auf Stabilität, Verlässlichkeit und moderates Wachstum setzt – oder eine Politik, die aus Vorsicht mögliche Entwicklungschancen ungenutzt lässt?

Für mich ist klar: Nidwalden ist finanziell solide aufgestellt. Eine massvolle Weiterentwicklung unseres Steuersystems ist deshalb nicht nur tragbar, sondern auch ein verantwortungsvoller Schritt für die Zukunft unseres Kantons.

bottom of page