Politische Verantwortung bedeutet, die Wirkung einer Vorlage sorgfältig abzuwägen. Dass die Grünen ihre Position zur Steuergesetzrevision 2026 vertreten, ist legitim. Entscheidend ist, Belastungen, Entlastungen und langfristige Folgen nachvollziehbar zu beurteilen.

Die Landratsvariante verbindet höhere Kinderabzüge mit einer Anpassung der Tarifkurve. Ich unterstütze diesen Ansatz, weil er Familien und Mittelstand berücksichtigt. Die Verteilung der Entlastung muss anhand konkreter Haushalts- und Einkommensbeispiele beurteilt werden.

Wirtschaftliche Basis sichern

Eine verlässliche Finanz- und Steuerpolitik schafft Planungssicherheit. Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Investitionen tragen zur Finanzierung von Schulen, Infrastruktur und sozialen Angeboten bei. Eine starke Wirtschaft ist für mich deshalb auch eine Grundlage gesellschaftlicher Verantwortung.

Zusammenhänge differenziert beurteilen

Wohnraumknappheit hat mehrere Ursachen: verfügbare Flächen, raumplanerische Vorgaben, Nachfrage und Baukosten. Auch steuerliche Standortanreize können die Nachfrage beeinflussen. Die Wirkung einer einzelnen Tarifänderung lässt sich daraus nicht pauschal ableiten.

Wohnraum, gesellschaftlicher Zusammenhalt und soziale Durchmischung brauchen differenzierte Antworten. Steuerpolitik ist ein Teil dieser Diskussion.

Verantwortung heisst abwägen

Ich beurteile die beschlossene Revision als massvolle Weiterentwicklung und unterstütze sie. Massgebend sind für mich die Entlastung von Familien und Mittelstand, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und die finanzielle Tragbarkeit. Diese Ziele müssen gemeinsam geprüft werden.

Nidwalden braucht eine Steuerpolitik mit Augenmass: verlässlich, planbar und langfristig ausgerichtet.