Verkehr besser steuern

Wenn sich der Verkehr auf der Autobahn staut, können Ausweichrouten Gemeinden zusätzlich belasten. Bessere Informationen allein lösen das Problem nicht. Sie können aber helfen, bestehende Verkehrsregeln, Sperrungen und Lenkungsmassnahmen wirksamer in die Routenplanung einzubeziehen.

Ein Vorstoss mit konkretem Auftrag

Gemeinsam mit Paul Odermatt-Niederberger und weiteren Mitunterzeichnenden habe ich eine Motion für eine Standesinitiative eingereicht. Sie verlangt, dass der Regierungsrat dem Landrat eine Standesinitiative unterbreitet. Die Bundesversammlung soll damit ersucht werden, gesetzliche Grundlagen für eine schweizweit koordinierte, datenbasierte Verkehrslenkung auf National-, Kantons- und Gemeindestrassen zu schaffen.

Daten müssen zusammenpassen

Verkehrsanordnungen, temporäre Sperrungen und Dosierungen sollen standardisiert und zeitnah verfügbar sein. Navigationsdienste sollen diese Informationen zuverlässig in ihre Routenberechnung einbeziehen können. Hinzu kommen aktuelle Verkehrslagen, Parkierungskapazitäten und Verkehrsprognosen. Die Motion schlägt Pilotanwendungen auf der A2 und auf touristischen Zufahrtsachsen wie jener nach Engelberg vor.

Eine nationale Grundlage nutzen

Die vom Bund geplante Mobilitätsdateninfrastruktur MODI oder eine gleichwertige Lösung soll den Datenaustausch ermöglichen. Gemeinsame Standards müssen mit den föderalen Zuständigkeiten zusammenpassen: Bund, Kantone und Gemeinden bleiben für ihre Verkehrsanordnungen und die zugehörigen Daten verantwortlich. Datenschutz und Datensicherheit gehören ausdrücklich zum Antrag.

Wirkung prüfen und Gemeinden entlasten

Mein Ziel ist eine intelligentere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Die Umsetzung muss zeigen, ob die Verkehrslenkung tatsächlich besser funktioniert und die Belastung der Gemeinden sinkt. Im amtlichen Geschäftsverzeichnis ist der Vorstoss als Motion 2026.NWLR.74 erfasst. Die Einreichung ist belegt; ein Entscheid des Landrats über die Motion ist dort derzeit nicht ausgewiesen.