Die richtigen Fragen stellen
Eine verlässliche Stromversorgung ist für Haushalte und Unternehmen zentral. Wir müssen wissen, wo Risiken liegen und welche Massnahmen tatsächlich helfen. Ein zusätzlicher kantonaler Bericht ist dafür nur dann sinnvoll, wenn er eine konkrete Wissenslücke schliesst.
Nidwalden ist keine Strominsel
Die Motion für einen Planungsbericht zur elektrischen Energie verlangte unter anderem detaillierte Verbrauchs- und Produktionsdaten sowie Aussagen zur winterlichen Versorgung. Meine Haltung im Fraktionsvotum ist klar: Eine monatliche Bilanz innerhalb der Kantonsgrenzen erklärt für sich allein noch nicht, wie sicher unsere Versorgung ist. Nidwalden ist Teil eines überregionalen und internationalen Stromsystems.
Vorhandene Grundlagen nutzen
Die FDP unterstützt eine sachliche Energiepolitik und die Nutzung vorhandener Grundlagen. Bereits verfügbare, nicht sensible Daten sollen sinnvoll zugänglich sein. Zusätzliche Erhebungen und Auswertungen müssen aber im Verhältnis zu ihrem Nutzen stehen. Geschäftsrelevante Informationen benötigen zudem einen angemessenen Schutz; eine Veröffentlichung kann eine Zusammenfassung oder zeitliche Verzögerung erfordern.
Prioritäten setzen
Ich habe mich gegen den zusätzlichen Planungsbericht ausgesprochen. Zuerst muss klar sein, welche konkrete Entscheidung mit neuen Informationen besser getroffen werden könnte. Der Landrat hat die Motion am 23. September 2026 abgelehnt. Mein Massstab bleibt: weniger administrativer Aufwand, mehr Wirkung für eine sichere und tragfähige Energieversorgung.
